13. Februar 2012

Krisen – mitten drin und hoffentlich bald draussen

«Krisen sind Chancen», ein sehr bekannter Spruch, der oftmals zitiert wird. Im Nachhinein ist man meistens klüger, besonders dann, wenn die Krise erfolgreich überstanden ist. Doch ist man mitten drin und voll betroffen, ist das eine ganz andere Situation. Dann, wenn das Erfolgserlebnis fehlt, wenn die Kraft für den Alltag nicht mehr zu reichen scheint und Schicksalsschläge drohen den Boden unter den Füssen wegreissen, dann sind solche Sprüche sehr hart. Es braucht Mut sich in einer Krise neu zu orientieren, erscheint doch Traditionelles gerade in diesem Moment als Halt. Es braucht darum Menschen und professionelle Coaches, die positiv motivieren können und eine konstruktive Grundeinstellung zum Leben haben.

Soll man aus einer Krise gestärkt herauskommen, braucht es den treuen Freund und den professionellen Helfer. Was nichts bringt, ist Selbstmitleid, dieses zieht einem nur tiefer hinunter. Der Erfolg eine Krise zu überwinden, liegt zu einem gewissen Teil in der Denkhaltung, dass Bisheriges ein Teil des Lebens ist. Es kann nicht mehr ungeschehen gemacht werden. Hass und Verbitterung sind auch hier ein schlechter Berater. Der Film «Invictus» erzählt die beeindruckende Geschichte des südafrikanischen Präsidenten Nelson Mandela, der Vergebung beeindruckend vorgelebt hat und so, der Vergangenheit den Hass nahm und der Zukunft den Glauben gab. Nur so ist eine Krise wirklich eine Chance.

10. Februar 2012

Mindestens acht Millionen Menschen leiden an „Aufschieberitis“

Aufräumen, abwaschen, ausmisten: Alles ist jetzt angenehmer, als am Schreibtisch zu sitzen und diese Aufgabe zu erledigen. Seit Stunden. Seit Wochen. Seit Jahren.Nach Untersuchungen an der Uni Münster (Rist et al., 2006) wird davon ausgegangen, dass es deutschlandweit zehn bis fünfzehn Prozent Betroffene gibt.

Faktoren, die das chronische Aufschieben fördern, sind:
- Probleme in der Prioritätensetzung- mangelnde oder unrealistische Planung
- Schwierigkeiten in der Abgrenzung gegen alternative Handlungstendenzen
- Defizite im Zeitmanagement oder in der Konzentrationsfähigkeit
- Abneigung gegen die Aufgabe- Angst vor Versagen oder Kritik
- Fehleinschätzungen der Aufgabe oder der eigenen Anstrengungsbereitschaft und Leistungsfähigkeit

Bewährt haben sich nach Erkenntnissen der Münsteraner Forscher folgende Behandlungskomponenten:
- Strukturierung des Arbeitsverhaltens
- Setzen realistischer Ziele
- Umgang mit Ablenkungsquellen und negativen Gefühlen
- Systematische Veränderung der Arbeitsgewohnheiten

Weitere Informationen.

8. Februar 2012

Mit Vollgas zur Entschleunigung

Da war doch mal so etwas wie ein normales Leben, oder? Am Morgen aufstehen, zur Arbeit gehen und dann am Abend um sechs Uhr zu Hause bei der Familie. Leben war so möglich? Doch es hat sich geändert! Arbeitsplatz und Privatleben verschmelzen immer mehr zusammen und dies auf Kosten der persönlichen Erholungszeit. Mit ein Grund: Die vielfältigen Möglichkeiten im Internet von überall her und zu jeder Zeit online verbunden zu sein. Eine gute Sache, aber auch eine herausfordernde Zeit für Entschleunigung.

Ehrlich lebt am Längsten
Eigentlich heisst der bekannte Spruch ja «Ehrlich währt am Längsten» - und er stimmt so auch. Doch wer ehrlich ist, kann sich und seine Grenzen einschätzen und lebt so gesünder. Dauerhafter Druck und eine erhöhte Leistung fördern mittel- bis langfristig die Gefahr der Gesundheitsschädigungen. Ein Mitarbeiter, der krankheitsbedingt durch ein Burnout ausfällt, kostet eine Unternehmung – mehr als wenn vernünftig geplant und gearbeitet wird. Vielleicht ist am Ende des Jahres der Gewinn etwas tiefer. Doch gesunde Mitarbeiter begehen weniger Fehler, zufrieden Kunden investieren mehr, bleiben länger treu und empfehlen weiter – eine gesunde Entwicklung von der alle Parteien profitieren!

1. Februar 2012

Sozialarbeiter Ausbildung: Dem Leben wieder mehr leben geben

«Es ist gut, haben wir darüber gesprochen», so lautet eine oft zitierte Aussage, die Sozialarbeiter angeblich im Gespräch mit Ratsuchenden machen. «Darüber sprechen» klingt auf den ersten Blick etwas billig. Der betroffene Mensch wünscht sich Instantlösungen mit einem fixfertigen Rezept. Nur das Aushalten eines offenen und ungewissen Spannungsfeldes soll vermieden werden. In dem Sinne setzt ein Sozialarbeiter am richtigen Ort an, wenn er das Gespräch sucht. Die Lösung liegt letztendlich im Ratsuchenden. Dieser profitiert mittel- bis langfristig am meisten, wenn er mit systemischen Coaching begleitet wird. Nur so kann er aus einer Krise gestärkt hervorgehen.

Der Beruf Sozialarbeiter bietet langfristig Perspektiven. In einer immer hektischen und sich immer schneller verändernden Zeit, fühlen sich viele Menschen überfordert und laufen in Gefahr zu scheitern. Als Sozialarbeiter ist man am Puls der Zeit, dort wo die Auswirkungen einer profitorientierten Wirtschaft spür- und sichtbar sind. Mit einer Sozialarbeiter-Ausbildung am Brennpunkt der Zeit sein – neue Perspektiven vermitteln und wichtige Impulse setzen, das ist gelebte Vision!

18. Januar 2012

Unterwegs mit Self-Coaching

Menschen sind täglich unterwegs – physisch wie psychisch. Physisch auf dem Arbeitsweg, psychisch, im täglichen Miteinander, in der Abteilung, der Familie oder im Verein. In Begegnungen, die ermutigen und herausfordern. Letzteres kostet Kraft und schafft Konflikte. Diese verhindern den konstruktiven Umgang im Arbeitsumfeld, die Frustrationsgrenze im Team sinkt. Fazit: Die Stimmung wird von aussen wahrgenommen; im Falle eines Unternehmens von Kunden. Diese Situation kann den Anfang des langsamen Untergangs bilden. Was kann man tun?

Coaching: Der konstruktive Blick von aussen
Bleiben wir bei unserem Beispiel. Wenn Kunden eine schlechte Stimmung im Unternehmen wahrnehmen, darf die Gefahr, dass diese zum Mitbewerber abspringen nicht unterschätzt werden! Schlechte Stimmung bedeutet im Unterbewusstsein, dass Fehler passieren. Der Kunde wird verunsichert. Es ist höchste Zeit, die Situation durch einen Coach beurteilen zu lassen. In Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen werden operativ wirksame Massnahmen festgelegt.

Self-Coaching, der Anfang zur Selbsterkenntnis
Menschen haben Stärken und Schwächen. Stärken sollten gestärkt werden und Schwächen sollten respektiert, beziehungsweise der bewusste Umgang damit, gefördert werden. Dies kann auch mit einem Self-Coaching erfolgen. Voraussetzung für jedes Coaching ist die innere Bereitschaft, sich darauf einzulassen.
Grundsätzlich sollten Konflikte immer als Chance gesehen werden. Sie gehört zum Menschsein. Konflikte entstehen dann, wenn jemand recht haben will und man sich eine andere Person sucht, die auch recht haben will. Geklärt werden muss also die Frage: Warum will ich recht haben? Manchmal kann man diese Frage nicht direkt oder erst nach einer bestimmten Zeit beantworten. Wichtig ist die ehrliche Auseinandersetzung mit sich selbst und dem Konflikt. Was habe ich empfunden? Was ist in mir vorgegangen? Was hat mich wütend gemacht? Tipp: Schreiben Sie ein Konflikt-Tagebuch. Nehmen Sie sich Zeit, die Konflikte zu beschreiben. Das kann in Stichworten sein, das können ganze Sätze sein. In diesen Texten werden Sie Ihr Verhalten, Ihren Lebensstil entdecken. Das ist Self-Coaching, der Anfang für einen anderen Umgang mit Konflikten.

8. Dezember 2011

Was kostet Weiterbildung und wer bezahlt?

2009 wurden rund vier Fünftel der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in irgendeiner Form vom Arbeitgeber unterstützt.
Wer für seine Weiterbildung in die eigene Tasche greifen muss, ist bereit jährlich bis 5000 Franken zu investieren. Jeder Dritte würde sogar bis 10000 Franken ausgeben Bezahlt wird die eigene Weiterbildung von fast 60 Prozent der Befragten mit dem Einkommen oder dem Ersparten. Alle Übrigen finanzieren sie mithilfe der Familie des Lebenspartners oder durch Darlehen.
Quelle; Tages-Anzeiger, 21. Nov. 2011, Beilage Weiterbildung

24. November 2011

Der Schweizerische Coaching-Markt 2010

Zweite Marktumfrage des Departements Angewandte Psychologie der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW). Der Schweizerische Coaching-Markt 2010 aus der Sicht von Coaches.

Nach dem Auftakt in 2009 wurde die Umfrage von Dr. Christine Seiger und Prof. Hansjörg Künzli von der Deutschschweiz auf die gesamte Schweiz erweitert und in drei Sprachen durchgeführt. Dadurch wuchs die Stichprobe: Gegenüber 92 im letzten Jahr konnten die Forscher nun die Antworten von 207 Coaches (davon 58 % Frauen) auswerten.

Das Angebot der Coaches variiert erheblich und scheint immer flexibler zu werden. 70 Prozent coachen Menschen im Berufskontext (Führungskräfte, Projektleitung etc.), 36 Prozent bieten Life-Coaching an, 11 Prozent Gesundheits-Coaching und 18 Prozent nannten weitere Arten von Coaching, zum Beispiel Strategieentwicklung oder Workshop-Moderationen. 37,6 Prozent der Befragten sind auf bestimmte Anlässe, Themen oder Personengruppen spezialisiert. Die Klienten sind nahezu gleich oft männlich oder weiblich und kommen aus den unterschiedlichsten Branchen sowie Führungs-und Funktionsebenen.

Ein durchschnittliches Coaching dauert acht Sitzungen à 82 Minuten und kostet 203 CHF pro Stunde, insgesamt also 2.219 CHF.

Die Studie wurde zudem von der Hochschule für Soziale Arbeit der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW), dem Berufsverband für Supervision, Organisationsberatung und Coaching (BSO) sowie den Schweizer Sektionen des European Mentoring and Coaching Council (EMCC) und der International Coach Federation (ICF) unterstützt. Sie soll weiterhin regelmäßig durchgeführt werden, um Entwicklungen zu beobachten.