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12. Juli 2010

Coaching wirkt – aber wie?

Dass Coaching in den vergangenen Jahren sehr an Bedeutung gewonnen hat, ist allgegenwärtig. Wer einen Blick in die zahlreichen Publikationen wirft, die über dieses Beratungsformat publiziert werden – der wurde gewahr, dass der Erfolg dieser Methode Recht gibt. Coaching wirkt, doch welche Faktoren bestimmen den Erfolg von Coaching?

Wirkungsprinzipien nach Grawe [1]
Der Psychologe Klaus Grawe (1943 — 2005) hat in gross angelegten Wirksamkeitsstudien nachgewiesen, dass erfolgreiche Therapien schulenunabhängig nach einem bestimmten Muster ablaufen: Demnach beginnen Coaching-Prozesse idealerweise mit einer Phase der prozessualen Aktivierung. In dieser erleben die Kunden, dass es in dem Prozess um sie selbst und nicht um äussere Massstäbe geht. Es schliesst sich eine Phase der Ressourcenaktivierung an, in der Kunden erkennen, dass sie grundsätzlich über die notwendigen Ressourcen verfügen, mit dem eigenen Problem umzugehen — auch wenn sie diese Ressourcen unter Umständen noch weiter entwickeln müssen.
In der dritten Stufe, der Intentionsveränderung, bildet sich der Wille, Veränderungen herbeizuführen. Um eine solche Veränderung auch tatsächlich nachhaltig zu verankern, ist die vierte Phase der Intentionsrealisierung notwendig. Innerliche Veränderungen müssen sich also im konkreten Tun manifestieren. Getragen wird ein solcher Prozess von der positiven Beziehung zwischen Kunde und Coach. Diese Beziehung ist jedoch zu wenig, um den geschilderten Prozess herbeizuführen. Notwendig sind psychologisch begründbare Interventionsschritte, die gezielt gesetzt werden müssen, um eine der skizzierten Phasen einzuleiten.

1. Prozessualen Aktivierung
- Selbstreflexion
- Beschäftigung mit der eigenen Biografie
- Sprachliche Formulierung des Gedachten
- Strukturierung der eigenen Gedanken

2. Ressourcenaktivierung
- Selbstreflexion
- Lernen am Erfolg
- Aufmerksamkeit
- Kognitive und schriftliche Fixierung

3. Intentionsveränderung
- Selbstreflexion
- Perspektivenwechsel
- Festlegung auf bestimmte Ziele

4. Intentionsrealisierung
- Lernen am Erfolg

Studie von Hubble
Hubble formuliert vier modellübergreifende Erfolgsfaktoren [2].
Erstens die Ressourcen des Kunden und Einflüsse aus seinem Umfeld (40% Einfluss). Das Ergebnis einer Beratung wird also in hohem Masse durch den Kunden, seine Fähigkeiten und Kompetenzen sowie durch äussere Ereignisse bestimmt — und nicht durch den Berater.
Zweitens die Beziehung zwischen Coach und Kunde (30% Einfluss). Die Beziehung zwischen Berater und Kunde ist entscheidend. Schaffen sie es, eine vertrauensvolle, wertschätzende, ehrliche Beziehung aufzubauen, ist dies ein zentraler Faktor für das Vorwärtskommen des Kunden.
Drittens die Erwartungs- und Placeboeffekte (15% Einfluss). Der Kunde kommt zu einem Fachmann/einer Fachfrau und verbindet damit die Erwartung, dass dies eine hilfreiche Aktion ist. Schon die Erwartung, dass dies nützt, hilft vorwärtszukommen. Positive Erwartungen erhöhen die Zielerreichung.
Viertens die Technik- und Modellfaktoren (15% Einfluss). Die Erfahrung des Beraters und die Art seiner Interventionen spielen also auch eine Rolle — wenn auch eine kleine.

Schlussfolgerungen
Diese beiden Studien geben folgende Schlussfolgerungen für die Tätigkeit als Coach:
Der Kunde verfügt über die notwendigen Ressourcen, es lohnt sich, das Coaching-Gespräch voll auf Kundenressourcen zu fokussieren.
Die Selbstreflexion und die daraus wachsende Erkenntnis ermöglichen konkrete Schritte im Alltag.
Die wertschätzende, ermutigende und zuversichtliche Haltung des Coaches fördert die Fähigkeit der Kunden zur Selbsthilfe. Die ersten Lernerfolge bestärken die Haltung und die Initiative des Kunden.

[1] managerSeminare, Heft 147, S. 11
[2] Mark A. Hubble, Barry L. Duncan, und Scott D. Miller. So wirkt Psychotherapie: Empirische Ergebnisse und praktische Folgerungen

25. März 2009

Plan B – was Sie auch noch tun können.

Plan B – was Sie auch noch tun können.
Finden Sie mögliche Alternativen durch professionelles Einzelcoaching.

Die (fast) täglichen Medienberichte verdeutlichen, dass es unmöglich ist sich gegen Krisen auf dem Arbeitsmarkt abzusichern. Vielmehr braucht es ein persönliches Umdenken. In die Karriereplanung sind Brüche und Wandel mit einzukalkulieren. Wer sich nur auf einen Arbeitgeber, ein Berufsfeld und eine Karrierestrategie verlässt, wird mit grosser Wahrscheinlichkeit von einer Krise überrascht. Die schlechten Nachrichten aus der Wirtschaft werden uns wohl noch eine Weile begleiten.

Längst ist klar, Angst ist ein schlechter Ratgeber. Es gilt mit Angemessenheit und spezifisch die eigene berufliche Situation zu beleuchten. Was würden Sie eigentlich tun, wenn Sie tatsächlich von einem Stellenverlust betroffen wären? Welche Alternativen gibt es für Sie? Welche Fähigkeiten wollen Sie in der nächsten Zeit erwerben, um das eigene Profil zu schärfen und weniger austauschbar zu werden? Gehört Ihnen die Zukunft?

Es gilt einen Plan B zu haben, dies ist eine konstruktive Form, mit eigenen Unsicherheiten umzugehen. Alles, was die eigene Qualifikation erweitert, ist hilfreich und sicherlich der beste Umgang mit der aktuellen Wirtschaftskrise. Es gilt sich weiterzuentwickeln – fachlich und persönlich. Die Weiterqualifizierung, etwas für die Persönlichkeitsentwicklung tun, könnte für eine Führungskraft z.B. z. B. eine Coachingausbildung besuchen. Oder die Zeit nutzen, eine verborgene Leidenschaft zu pflegen, für die bisher wenig Raum war. Jede Horizonterweiterung erweitert die Möglichkeiten und ist zudem eine Investition in das persönliche Selbstbewusstsein. Auch ein Einzelcoaching zur Reflektion und Weiterentwicklung der persönlichen Situation kann für Ihren Plan B von Nutzen sein.

Hier können Sie lesen wie verschiedene Personen den Nutzen des Einzelcoachings bewerten.
http://www.coachingplus.ch/referenzen-einzelcoaching.htm

8. Juli 2008

Qualitätsmanagement und -Entwicklung

1.1 Konzept der Qualitätssicherung der Ausbildung
Eine sorgfältige Dozentenauswahl ist unser erster Schritt. Die Anwendung und Umsetzung von erwachsenengerechtem Lernen wird erwartet und vorausgesetzt. Bei Coachingplus GmbH unterrichten nur Personen, welche wir vorgängig öffentlich reden gehört und persönlich kennen gelernt haben. Während den Unterrichtstagen ist zudem der Ausbildungsverantwortliche während der ersten Durchführung vollumfänglich im Unterricht anwesend.

1.2 Die Prozessdimension
Nur eine gute Vor- und Nachbereitung der Seminare stellt auch den dauerhaften Trainingserfolg sicher. Das praxisorientierte Seminar, die Zwischenzeiten sowie die Lerngruppen sichern die nachhaltige Verfügbarkeit des Erlernten.

1.3 Die inhaltliche Dimension
Das anwenderorientierte Konzept verstärkt die theoretische und praktische Fachkompetenz der Teilnehmenden. Die ausführlichen Arbeits- und Merkblätter, welche fachlich aktuell die Seminartage dokumentieren, ergänzend den Unterricht. Dies ermöglicht dem Seminarteilnehmenden jederzeit einzelne Aspkete nachzuschauen.

1.4 Die methodische Dimension
Innerhalb der Seminare verfolgen wir eine teilnehmerorientierte Vorgehensweise. Nach einem theoretisch fundierten Input durch den Trainer folgt eine praktische Trainingsphase, um das Erlernte zu erproben. Sie wird ergänzt durch die Transferphase, um die Umsetzung in den eigenen Arbeitsbereich vorzubereiten und sicherzustellen.

- Theorie
Vermittlung von Fachwissen

- Training
Rollenspiele
Übungen
Fallbeispiele
Coaching-Gespräche

- Transfer
Konkrete Trainingsaufgaben sowie vermittelte Coaching-Tools
ermöglichen das Erlernte in die eigene Coaching-Praixs zu integrieren.

1.5 Reflektion und Auswertung
Im weiteren wird jedes Modul mittels Fragebogen und Gespräch von den Teilnehmenden bewertet. Die Auswertungsbögen werden den Dozenten zugestellt. Allfällige Massnahmen werden umgehend umgesetzt und vom Ausbildungsverantwortlichen überprüft.

1.6 Orientierung an aktuellen Coaching-Verständnissen
wie z.B. Kernkompetenzen im Coaching“. Eine Studie von International Coach Federation (ICF) Quelle: http://www.business.brookes.ac.uk/research/areas/coaching&mentoring/volume/griffiths.pdf
Ebenso das „Coaching-Index-Qualitätsmodell“ von Christopher Rauen leiten unser Ausbildungsverständnis.
Quelle: http://www.coaching-newsletter.de/archiv/2007/coaching-index-qm.gif

1.7 Zusammenfassung
Diese Schritte garantieren dem Teilnehmenden ein Höchstmass an Seminarqualität. Unser Credo:
- erstklassige Betreuung während der gesamten Ausbildung.
- Aufbau von fachlichen und sozialen Kompetenzen.
- Fokus auf Praxisorientierung und Umsetzung im eigenen Kontext.